Sonntag, 10. Januar 2016

Kochen und Rezepte


Einige haben ja vielleicht unsere "Tafelfreuden" verfolgt. Ich habe immer wieder versucht auf die Quellen der Rezepte zu verweisen, allerdings ist das nicht immer so einfach und eindeutig. Daher möchte ich hier eine Liste meiner Kochbücher zur Verfügung stellen.

Diese Liste wird immer wieder erweitert werden. Ich möchte nämlich gerne wenigstens ein paar Worte zu den einzelnen Büchern anfügen, da Aufbau, Hintergrund und Verwendungsmöglichkeiten ebenso wie die Qualität sehr unterschiedlich sind.

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal sind die zur Verfügung gestellten Texte. Daher werde ich bei jedem Kochbuch folgende Kennzeichnungen angeben:

O für Originaltext
Ü für Übertragung ins heutige Deutsch
R für Rezept nach heute gültiger Notation (Mengenangaben, Kochzeiten etc.)



Speisen wie die Äbte und Essen wie die Mönche. , herausgegeben von Arnold Nauwerck

O/Ü/-

Dieses ist mir das liebste meiner Kochbücher. Nicht nur, da es sich um eine österreichische Quelle handelt (Mondsee, Oberösterreich), sondern da es auch sehr viele Angaben zum klösterlichen Haushalt im Allgemeinen enthält.  Der zeitmäßige Schwerpunkt liegt aber auf dem 15. Jahrhundert.



-/Ü/R

Ein Klassiker unter den "Mittelalter-Kochbüchern". Als Teil des Hausbuchs des Michael de Leon, das um 1350 zusammengestellt wurde, dient das "buoch von guoter spise" hier wohl als Basis. Ein ausführlicher allgemeiner Teil leitet schön zu den Rezepten über.


Liber de Coquina: Das Buch der guten Küche , herausgegeben von Robert Maier

O/Ü/-

Entstand um 1300 liegt das Liber de Coquina in dieser Ausgabe sowohl in den Originaltexten als auch in der Übersetzung vor. Ein kurzer allgemeiner Teil rundet die Ausgabe ab. Eine Übertragung in heute übliche Rezepte mit Mengenangaben liegt allerdings nicht vor.


Die Kochkunst des Mittelalters. , Redon, Sabban, Serventi

O/Ü/R

Ein umfangreicher allgemeiner Teil führt uns zu Rezepten verschiedener Quellen. Was mir hier sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass sowohl der Originaltext der Quelle mit Quellenangabe ebenso wie eine Übersetzung vorhanden ist und durch eine Übertragung in eine für heutige Verhältnisse kochbares Rezept ergänzt wird.



-/Ü/R

Auch hier werden Rezepte verschiedener Quellen gesammelt. Dieses Buch ist sehr schön illustriert. Der Schwerpunkt liegt zeitlich auf dem 15. Jahrhundert.




Schlemmen hinter Klostermauern, Norman Foster

-/-/R

Sehr umfangreicher Begleittext zu verschiedenen Themen um Essen und Trinken geht hier einer Sammlung von 111 Rezepten aus Klosterküchen Europas voraus. Die Rezepte entsprechen unserer heutigen Vorstellung selbiger und sind meist mit einem Quellenhinweis versehen. Allerdings fehlt die zeitliche Einordnung. Die Literaturliste im Anhang ist allerdings sehr umfangreich!


So wirt es gut und wolgeschmack, herausgegeben von Manfred Lemmer

O/Ü/-

Eine sehr schöne und vor allem umfangreiche Sammlung von originalen Rezepttexten und deren Übersetzung die thematisch gruppiert wurden. Die Quellen sind - wenn auch etwas umständlich - im Anhang angegeben. Heute übliche Rezeptangaben gibt es nicht.


Wie er groß gerihte kuenne machen, Manuela und Thomas Cieszynski

-/-/R

Ein nettes Einsteigerbüchlein, in dem zu den heute üblichen Rezepten jeweils auch eine Zusammenstellung der benötigten (modernen) Küchengeräte angegeben ist. Als Quellen, die übrigens nicht spezifisch für jedes einzelne Rezept vermerkt sind, werden allerdings andere, teils hier bereits angeführte, Kochbücher genannt.


Fortsetzung folgt....

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